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Erleben Sie ein authentisches Grubenmilieu aus dem 18 Jahrhundert in der Kobaltgrube in Loos
Die Kobaltgrube befindet sich in Zentrum von Los. Hier kann man einen Einblick gewinnen in die Zeit der industriellen Entwicklung des 18. Jahrhunderts, umgeben von Urgestein und reicher Natur.

In dem über der Grube errichteten Gebäude aus Holz kann man ein Bildspiel und mehrere Austellungen betrachten. Man kann die Grube über Gangwege und Holztreppen erkunden, und dabei ein authentisches Grubenmilieu des 18 Jahrhunderts
erleben. Die Besucher werden in die Zeit und das Leben der Grubenarbeiter von vor
250 Jahren versetzt.

Eine kurze Geschichte der Grube
Bereits im 17 Jahrhundert wurde in Los Kupfer gefunden, doch leider war der
Kupfergehalt so gering, dass sich ein Abbau nicht lohnte. Im Jahr 1737 erwarb Henric
Kalmeter die Abbaurechte in Los, da er ahnte, dass das Erz Kupfer und Bismut
enthalten könnte. Nachdem man mit dem Abbau begonnen hatte, entdeckte man geringe Gehalte von Kupfer und Bismut im Erz und das neulich entdeckte Element Kobalt. Das Erz wurde anfangs unveredelt ins Ausland exportiert, aber die Behörden waren der Ansicht, dass dies eine Verschwendung von Zeit und Geld war. Kalmeter bekam desswegen den Auftrag, vor Ort ein Werk zur Aufbereitung des Kobalterzes zu errichten. Das Werk
bekam später den Namen Sophiendal, vermutlich benannt nach Kalmeters Frau Anna-Sophia. Nach einiger Zeit wurd dem Werk eine Glasbläserei zugefügt, die allerdings nur acht Jahre in Betrieb war, bevor sie wieder geschlossen werden musste. Der Transport der Produkte von Los in die grösseren Städte war sehr mühevoll und zu teuer. Im Jahre 1751 wurde die Kobaltgrube in Los plötzlich weltberühmt, als der Wissenschaftler Axel Fredrik Cronstedt das Grundelement Nickel entdeckte. Doch im Jahre 1773 musste die Grube in Los geschlossen werden, da keine neueren Erzfunde mehr gemacht wurden und der Abbau unrentabel wurde. Damit ging eine 40-jährige Epoche des Bergbaus für die Region um die Gemeinde Los zu Ende.

Die Loosflasche
In der Glasbläserei Sophiendal wurden unter anderem auch die so genannten Loosflaschen hergestellt, die man heute in der Ausstellung der Grube betrachten kann. Die wenigen Exemplare, die heute noch erhalten sind, werden auf Auktionen sehr begehrt und für mehrere tausend Schwedische Kronen erworben.

Ab dem 19 Jahrhundert

In den 20er Jahren des 19 Jahrhunderts und 1923 wurde das Wasser mit Pumpen aus den überfluteten Gruben entfernt. Leider fand man auch dieses Mal nur geringe Mengen Erz, die nicht ausreichend waren, um einen Abbau erneut zu beginnen.
Die vorhandenen Gänge und Schächte wurden wieder vom eindringenden Wasser überflutet und die Grube geriet in Vergessenheit. Im Jahre 1989 traf sich eine Gruppe von Enthusiasten aus Los, um die Kobaltgrube erneut zu erkunden, die seit geraumer Zeit als ein gefährlicher Spielplatz galt und als Müllhalde verwendet wurde. Im
Herbst 1989 bildete man die ideelle Organisation “Loosgrufvan”. Millionen Liter Wasser wurden aus den Gruben gepumpt und hunderte Kubikmeter Müll und Gestein ans Tageslicht befördert. Der tiefste Schacht war über 40 Meter tief und man taufte ihn Schacht Lovisa. Insgesamt investierten die Mitglieder der neuen Organisation mehr als 7000 ideelle Arbeitsstunden um die Grube zu einem Besuchserlebnis der Region zu machen. Am 23 März 1992 zeigte man die Grube zum ersten Mal der Öffentlichkeit.

Öffnungszeiten
12 September – 4 Juni:
Dienstag bis Donnerstag 10:00-15:00
(ausgenommen an Feiertagen)
6 Juni – 11 September:
Täglich geöffnet von 10:00-17:00
(Midsommer geschlossen)
Andere Zeiten nach Vereinbarung. Jeder Besucher ist wilkommen, von der einzelnen
Person bis zu grösseren Gruppen!
Preise:
Erwachsene: 90 SEK, Jugendliche: 50 SEK, Kinder 0-7 Jahre: Gratis
Eine Führung inklusive Bildspiel dauert ca 45 Minuten.

GPS-Koordinaten der Grube
WGS84 DDM (lat, long) N 61° 44.5347′, E 15° 9.3925′

WGS84 DD (lat, long) 61.74225, 15.15654
RT90 6847748, 1465732

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